Die Partnersuche heutzutage gestaltet sich zunehmend online. LOVESET.DATING geht diesem Phänomen auf den Grund und fragt:

  1. was das Online-Dating so attraktiv macht,
  2. wer die Online-Dater sind, die die Singlebörsen nutzen und
  3. was für einen Dating-Erfolg ausschlaggebend ist
Online-Dater scrollen durch LOVESET.DATING auf ihren Smartphones

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Besonderheiten beim Online-Dating

Es gibt unterschiedliche Dating-Plattformen, die sich vor allem in der Kontaktanbahnung und Zielgruppe (z.B. christliche Partnersuche, Partnersuche ab 50, Homosexuelle, Akademiker, Partnersuche kostenlos,..) unterscheiden. Doch viele Vorteile haben sie gemeinsam:

  1. sie sind unabhängig von Raum und Zeit: Partnersuche funktioniert im Allgemeinen rund um die Uhr und an jedem Ort, an dem ein Internetzugang besteht,
  2. Online-Dater sind heterogen: Menschen mit unterschiedlichen soziodemographischen und soziokulturellen Hintergründen können leicht in Kontakt treten,
  3. erhöhte Anzahl potenzieller Partner auf Singlebörsen: Im Vergleich zu den zahlenmäßig begrenzten Dating-Möglichkeiten im Alltag, ist es möglich eine große Anzahl von Menschen zu erreichen,
  4. die wahre Identität bleibt geschützt: Dating-Nutzer können entscheiden, welche Details sie in der internetbasierten Interaktion preisgeben und wie sie sich selbst darstellen. Es bleibt anonym,
  5. der Erstkontakt ist unbegrenzt: Die Nutzer können einander schreiben, ohne darauf achten zu können oder darauf achten zu müssen, ob der Kontaktpartner eine andere Person anspricht oder ihr / sein Interesse signalisiert.

Auch LOVESET.DATING bietet eine bequeme und unkomplizierte Möglichkeit, von jedem Standort aus, zur jeder Zeit nach einem potenziellen Partner zu suchen. Die Mitgliedschaft kann mit wenigen Mausklicks erreicht werden. Zudem ist die Geschwindigkeit des Kennenlernens kontrollierbar und die Anonymität kann gewahrt werden, was Hemmungen abbauen und das Selbstvertrauen steigern kann.

Es gibt Hinweise darauf, dass Partner, die sich online gefunden haben zufriedener in ihrer Partnerschaft sind und seltener in einer Scheidung enden als Offline-Beziehungen. Positive Berichte über den Erfolg von Online-Dating motivieren Menschen online einen Partner zu suchen.

Wie die Studie Up-Dating: Ratings of Perceived Dating Success Are Better Online than Offline, erläutert: “In der Tat deuten die Ergebnisse darauf hin, dass Menschen, die andere kennen die Online-Dating genutzt haben, eher bereit sind, es selbst auszuprobieren und haben eine positive Einstellung dazu.” [1]

Das Image der Online-Dater

Online-Dater sind einer Vielzahl von Vorurteilen ausgesetzt. Sie werden als schüchtern, einsam, wenig körperlich attraktiv und sozial ängstlich beschrieben. [2] Die Grundlage für dieses Stereotyp ist die Assoziation, dass das Internet eine sicherere, weniger bedrohliche soziale Umgebung ist. Für kontaktscheue und schüchterne Menschen wird angenommen, dass dieses Umfeld die Anbahnung von zwischenmenschlichen Beziehungen erleichtert und vereinfacht. [3] Empirische Studien, zumindest aus den letzten Jahren, können dieses Stereotyp nicht bestätigen. [4] Die Ergebnisse zeigen, dass die Nutzer von Partnervermittlungen gesellig sind und sich an vielen sozialen Aktivitäten beteiligen [5] und ein hohes Selbstvertrauen haben. [6]

Die gängigen Stereotypen auf der einen Seite und die gegensätzlichen empirischen Befunde andererseits sind zwei konkurrierende Hypothesen, die auch in der Literatur vertreten werden: die Social Enhancement (“Rich Get Richer”) Theorie und die Social Compensation (“Poor Get Richer”) Hypothese. [7] Die Theorie des sozialen Aufstiegs besagt, dass Menschen, die allgemein gesellig und beliebt sind, einen größeren sozialen Nutzen aus dem Internet ziehen – und in diesem Fall von Singlebörsen – profitieren. Die Theorie der sozialen Kompensation (“Die Armen werden reicher”) geht im ergänzenden Sinne davon aus, dass introvertierte, weniger gesellige Menschen, vom Internet ebenfalls gut profitieren und dadurch höheres Wohlbefinden aufweisen als Personen, die es nicht nutzen [8]. Außerdem verhilft es ihnen ihre Defizite durch das Medium zu kompensieren.

Diese gegensätzlichen Erkenntnisse lassen tiefer in die Materie schauen und die Frage aufkommen:

Was beeinflusst die Nutzung von Kennenlernseiten?

Da sind unterschiedliche Motive vorherrschend:

  • romantische Beziehung
  • Vergnügen
  • Unterhaltung
  • Einsamkeit

Diese Motive beeinflussen die Auswahl bestimmter Dating-Portale (kostenlose, kostenpflichtige) und die Intensität der Nutzung.

Die Studie “Partnersuche im digitalen Zeitalter. Psychologische Merkmale von Online-Dating-Service-Usern” und ihr Beitrag zur Erklärung des unterschiedlichen Nutzungsverhaltens hat diese Thematik untersucht und zu dem Ergebnis gekommen, dass Faktoren wie Kontaktfreudigkeit, Selbstwertgefühl und subjektive Wichtigkeit einer Partnerschaft ausschlaggebend sind für die Intensität der Nutzung von Kennenlernseiten. [9] Auch nach Kim et al. (2009) wird angenommen, dass die Kontaktfreudigkeit einer Person und die subjektive Wichtigkeit einer romantischen Beziehung die Intensität der Nutzung von Singlebörsen beeinflussen. Personen, die mehr sozialen Aktivitäten nachgehen, haben ein höheres Kommunikationsbedürfnis als Personen mit geringer Soziabilität. Dies sind auch Personen, die Internet Singlebörsen verstärkt nutzen.

LOVESET.DATING hat sich dazu etwas einfallen lassen, Profile so zu gestalten, dass eine tiefe und weitgehend synchrone Form der Kommunikation möglich ist. Diese Entwicklung funktionaler Aspekte geht mit Sicherheit des Kontakts zwischen den Mitgliedern einher. Insbesondere Personen mit geringem Selbtwertgefühl sollen sich bei LOVESET.DATING sicher fühlen. Um dies zu ermöglichen, schafft die Website personalisierte Registrierung und reagiert unverzüglich bei Verstößen bei dubiosen Kontakten.

Die subjektive Bedeutung einer romantischen Beziehung, spielt bei Datingsuchenden heutzutage immer mehr eine besondere Rolle. Die Pandemie hat dazu beigetragen, dass Menschen sesshafter geworden sind, sie fingen an darüber nachzudenken, was in ihrem Leben am wichtigsten ist und ehrlicher zu sich selbst zu werden. Die Untersuchungen deuten auf verändertes Verhalten der Online-Dater hin. Sie gehen langsamer und vorsichtiger vor und orientieren sich an ihren Grundwerten. Es fällt ihnen leichter zu definieren, was sie wollen und was nicht. Bei der Funktion “nach rechts wischen” gehen sie zunehmend vorsichtiger um und liken nicht jede Person, die sie attraktiv finden.

“the data reveals that daters are two times as likely to say the pandemic made them want to settle down earlier than they may have once thought.” (Dating after lockdown, Kendra Clark, 2021)

In diesem Zusammenhang lassen sich 3 verschiedene Nutzertypen abbilden:

3 Nutzertypen

Der schüchterne, kompensatorische Kontaktsuchende, selbstbewusste Partnersuchende und Freizeitflirter – die sich in ihrer Grundmotivation ihrem Nutzungsverhalten, ihrer Persönlichkeit und hinsichtlich soziodemographischer Merkmale unterscheiden.

  1. Der schüchterne kompensatorische Kontaktsuchende sehnt sich nach einem Partner und nutzt Single-Portale vor allem aus dem Gefühl der Einsamkeit und aus dem Bedürfnis nach Kommunikation sowie Zeitvertreib. Er entspricht am ehesten dem stereotypen Bild eines schwachen, schüchternen Charakters mit geringem Selbstwertgefühl. Nach Borkenau & Ostendorf, 1993 weisen diese Menschen hohe Neurotizismuswerte mit Eigenschaften wie Nervosität, Ängstlichkeit und Unsicherheit auf. Sie werten romantische Beziehung mit einem besonders hohen Status und fühlen sich in ihrem Freundeskreis weniger integriert. Sie sind nicht nur auf der Suche nach einem Partner, sondern auch nach Freunden und zeichnen sich durch intensive Nutzung der Dating-Websiten aus. Er unterscheidet sich signifikant von den beiden anderen Nutzertypen hinsichtlich der Merkmale Attraktivität, Neurotizismus und Schüchternheit.
  2. Die selbstbewussten Partnersuchenden sind im Gruppenvergleich etwas älter und nutzen die Dating-Websiten wegen der Möglichkeit eine Partnersuche “zwischendurch” zu betreiben, ohne viel Zeit investieren zu müssen. Sie haben demnach die niedrigste durchschnittliche tägliche Nutzung. Am ehesten nutzen sie Dating-Portale zur Kommunikation, um sich mit anderen Menschen auszutauschen. Sie schätzen ihre eigene körperliche Attraktivität als besonders hoch ein und haben ein höheres Bildungsniveau als der erste Nutzertyp.
  3. Die dritte Nutzergruppe, die Zeitvertreibsflirter, nutzen das Medium eher “just for fun”, ohne ernsthaft nach einem Partner zu suchen. Sie melden sich hauptsächlich bei kostenlosen Portalen an. Sie sind deutlich jünger als die beiden anderen Gruppen und sie zeichnen sich durch die höchsten Werte bei der Extraversion aus. Damit sind sie deutlich extrovertierter, selbstbewusster und emotional stabiler wie der schüchterne Typ. Borkenau & Ostendorf, 1993 beschreibt Personen dieses Typs als aktiv, gesellig, gesprächig, fröhlich und optimistisch. Sie sind überzeugt von sich, bezeichnen sich als selbstbewusst und stark in ihren Freundeskreis integriert. Insgesamt nutzen sie aber die Dating-Websiten am längsten (gemessen an der Dauer der Mitgliedschaft in Monaten). Das Bildungsniveau dieser Personen ist höher als das der Vergleichsgruppen. [10]

LOVESET.DATING setzt sich intensiv mit den Motiven für die Nutzung von Online-Dating und arbeitet aktiv an der Entwicklung funktionaler Aspekte von Nutzer-Profilen. Die Sicherheit des Kontakts zwischen den Nutzern steht bei uns im Vordergrund, vor allem insbesondere für Personen mit geringem Selbstwertgefühl (z.B. durch die pe